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Meisterwerke aus Lego

Die Zeit­en von Lego sind für mich seit langem vor­bei. Doch irgend­wann im Leben kommt der Moment, da man sich an den alten Kar­ton auf dem Dachbo­den erin­nert, und plöt­zlich erwis­cht man sich dabei, dass man gedanken­ver­sunken auf dem Fuß­bo­den hockt und Miniaturstädte baut. Ein­er, dem das anscheinend nicht genügt hat, ist ein Ital­iener, der sich «udronot­to» nen­nt. Er baut nicht ein­fach nur All­t­agsszenen, er kopiert Kun­st. So zum Beispiel neben­ste­hen­des Abendmahl von Leonar­do da Vin­ci, eines der wohl bekan­ntesten Gemälde der Welt. Und ein Blick in seine flickr-Galerie zeigt, dass er schon so manchem Großmeis­ter Konkur­renz gemacht hat.

Zweites schönes Beispiel: Edward Hop­pers «Nighthawks», das im «Art Inis­ti­tute of Chica­go» hängt. Beson­ders gelun­gen: Die Beleuch­tung, mit der schon Hop­per so großar­tig Innen von Außen abge­gren­zt hat. Weit­ere Arbeit­en, die udronot­to gebastelt hat: Die Arnolfi­ni-Hochzeit, im Orig­i­nal von Jan van Eyck, natür­lich die Mona-Lisa oder einen sehr schick­en Ver­meer.

Up

Spätestens, aller­spätestens seit «Rata­touille» ist Pixar für mich eine der besten Film­schmieden derzeit. Im kom­menden Jahr fol­gt der näch­ste Stre­ich, «Up» startet am 29. Mai 2009 in den amerikanis­chen Kinos. Der Plot: Carl Fredrick­sen hat sein gesamtes Leben davon geträumt, die Welt zu ent­deck­en und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Dann, im Alter von 78 Jahren, scheint das Leben an ihm vorüberge­zo­gen zu sein. Doch dank ein­er Wen­dung des Schick­sals (und einem hart­näck­i­gen, achtjähri­gen Ent­deck­er namens Rus­sell) bekommt er noch ein­mal eine Chance. «Up» nimmt das Pub­likum mit auf eine aufre­gende Reise, auf der das ungle­iche Paar wildes Ter­rain betritt und uner­wartet auf Bösewichte und Dschun­gelviech­er trifft. Der kleine Pfadfind­er übri­gens erin­nert mich irgend­wie an Uter Zörk­er von den Simp­sons («Ich bin voll mit Schoki!»).

Castelbajac für Lego

Wer immer schon wis­sen wollte, was Lego-Fig­uren treiben, wenn der Deck­el der Spielzeugk­iste geschlossen ist, der frage Jean-Charles de Castel­ba­jac. Der Mod­edesign­er hat für die Kollek­tion «Spring/Summer 3001″ der kleinen Plas­tik­men­schen die Entwürfe «geschnei­dert», keine allzu große Über­raschung, lieferte er doch auch schon für Woody Allen oder Bri­an De Pal­ma Kostüme. Die flüs­si­gen Bewe­gun­gen, das Licht und die Kam­er­aführung, mit der Regis­seur Fab­rice Pathi­er diese viere­in­halb Minuten gestal­tet hat, machen ein­fach Spaß. Mit Musik von «The Aspirins for My Chil­dren».

Generation O

Dass Barack Oba­ma auch der jun­gen Wäh­ler wegen gewon­nen hat, ist längst kein Geheim­nis mehr. Warum aber ger­ade diese «Gen­er­a­tion O» so begeis­tert an die Urnen gestürmt ist, was soziale Net­zw­erke wie Twit­ter oder Face­book damit zu tun haben und warum es zwis­chen Oba­ma und John F. Kennedy vielle­icht doch einige Par­al­le­len gibt, das erzählt Damien Cave in einem inter­es­san­ten Artikel für die New York Times. Vor allem aber zeigt er auf, welche Ent­täuschun­gen es für diese «Gen­er­a­tion O» im Jan­u­ar geben kön­nte: «With two wars and a finan­cial cri­sis to face, this gen­er­a­tion may soon dis­cov­er the lim­its of their con­sen­sus-ori­ent­ed focus and unyield­ing faith in net­works and com­mu­ni­ca­tion.» Tat­säch­lich dürften Twit­ter, Face­book und andere tech­nis­che Hil­f­s­mit­tel für Oba­mas Sieg nicht ganz unwichtig gewe­sen sein. Doch: «Oba­ma sup­port­ers know, of course, that the text mes­sages from “Barack” are the work of a cam­paign aide, but that doesn’t mean that it’s not effec­tive.» Und Cave hat noch mehr zu erzählen. Etwa die kleine Anek­dote der alten Repub­likaner­in Hol­ly Hen­nessy, die im Chanelkostüm und auf gold­e­nen Absätzen mit Gänse­haut aus der Wahlk­a­bine kam, nach­dem sie sich in let­zter Minute doch noch für Oba­ma entsch­ieden hat­te. «Enthu­si­asm has a way of spread­ing», nen­nt Cave das. Den ganzen Artikel gibt es hier.

Kevin & Lisa

Lisa war Apples let­ztes Meis­ter­stück (1983–84), bevor die eigentliche Rev­o­lu­tion begann — der Apple Mac­in­tosh. Als ein­er der ersten PCs mit Maus und Betrieb­ssys­tem mit grafis­ch­er Benutze­r­ober­fläche war er eigentlich gut aus­ges­tat­tet, lei­der nur zu teuer (9995 Dol­lar) und daher ein Flopp für Steve Jobs. Ein ziem­lich großer sog­ar, denn die let­zten 2700 Lisas, so schreibt Torsten Bey­er, «hat Apple — und das ist wahrschein­lich einzi­gar­tig in der Geschichte des beman­nten Com­put­er­baus — auf einem Ack­er im Bun­desstaat Utah ver­graben. Was tut man nicht alles, um einen alten Rech­n­er von der Steuer abzuschreiben …» Doch schon damals wusste Apple: «Busi­ness as usu­al isn’t any­more. That’s why we make the most avanced per­son­al com­put­ers in the world. And why soon there’ll be just two kinds of peo­ple: Those who use com­put­ers — and those who use Apple.» Bloß, warum Kevin Kost­ner für diesen Rech­n­er einen Spot gedreht hat, und warum er darin am Tele­fon «Yes, I’ll be home for break­fast» sagen muss, wer­den wir wohl nie erfahren. Aber der Hund ist süß.