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Nam June Paik †

Nam June Paik, ein­er der bedeu­ten­den Kün­stler der let­zen 50 Jahre, ist gestern in Mia­mi gestor­ben, wie auf sein­er Inter­net­seite zu lesen ist. Der 1932 in Seoul geborene Paik gehörte als Kom­pon­ist, Medi­en- und Per­for­mancekün­stler zu den weni­gen echt­en All­round­tal­en­ten der Kun­st des 20. Jahrhun­derts. Berühmt gewor­den durch seine teil­weise raum­fül­len­den Mon­i­­tor-Instal­la­­tio­­nen war er seit 1996 an den Roll­stuhl gefes­selt. Einen guten Überblick über das Werk bietet Wikipedia. Wer eine der Arbeit­en live erleben möchte, dem sei das 1993 angekaufte »Bran­den­burg­er Tor« im Muse­um Lud­wig in Köln emp­fohlen. Nach­trag | Dien­stag, 31.01.2006 — 10:51:11 Uhr: Das »Bran­den­burg­er Tor« befind­et sich zurzeit im Depot. Auf­grund fehlen­der Ersatzteile für die ver­wen­de­ten Mon­i­tore scheint es den Restau­ra­toren Schwierigkeit­en zu machen.

ARTig

Das »art­stübli« ist fleißig. Nach der Veröf­fentlichung von Mag­a­zin-Nr. 2 fol­gt nun die erste Ausstel­lung. Im »unternehmen mitte« in Basel zeigt das Team vom 20.–26. Feb­ru­ar 2006 die Schau »ARTig« mit Arbeit­en von Haus­grafik, pfor­mance, Bal­ance Pho­tog­ra­phy, Sein, Micro­bot, Smash, mod­­ul-grafikde­sign, Pix­el­farm, Macht­grafik, Stub­bings, art­stübli und, und, und. Die Vernissage find­et am 20. Feb­ru­ar statt. Es kündigt sich ein Mix aus »Street Art, Graf­fi­ti, Fotografie, Grafikde­sign und Film/Animation« an. Die Lounge lädt ein, mit den Kün­stlern ins Gespräch zu kom­men, über die eigenös­sis­che Szene zu plaud­ern oder das art­stübli-Pro­­jekt zu beschnup­pern. Apro­pos: Bringt mir jemand einen schick­en ARTikel aus dem Shop mit?

Finnish Fashion

Denkt man an Mode, so tut man das dieser Tage wahrschein­lich mit Bildern von Mai­land im Kopf, unter Umstän­den auch von New York oder Paris. Aber Helsin­ki? Nun gut, ich bin — sollte es das denn geben — ohne­hin recht finnophil (wie ich auch aus­trio­phil und eidgenos­sophil bin). Und so kann ich mich ganz gut für Itta­la-Geschirr und finnis­ches Design begeis­tern, gute finnis­che Mode aber hab ich bis jet­zt auch nocht nicht gekan­nt. »Ivana Helsin­ki« hat mich eines besseren belehrt. Schöne ein­fache Prints, tolle Far­ben und Stoffe und min­destens genau­so tolle Preise. Was bedeutet, dass ich erstens meine Fre­undin nicht guten Gewis­sens alleine nach Helsin­ki fahren lassen kann und zweit­ens, dass ich für den näch­sten Urlaub wohl eine etwas größere Reisekasse ein­pla­nen muss. Vielle­icht genügt aber auch schon ein Woch­enen­daus­flug nach Berlin. Im »Best Shop« auf der Alten Schön­hauser Straße soll es die Kollek­tion auch geben.

Salz und Zucker

Auf dem Einkauf­szettel so manchen Ham­burg­ers ste­ht seit einiger Zeit nicht nur mehr Milch, Brot und Mülltüten. Nein, er sieht in etwa so aus: »Äpfel, Kartof­feln, Bana­nen, Pasti­naken, Kun­st«. Prak­tisch dabei ist, dass man dafür in der Hans­es­tadt gar nicht weite Wege zurück­le­gen muss, all das gibt es unter einem Dach. Der Kun­st- und Kul­turvere­in »LINDA« ist nicht nur Galerie und Ausstel­lungsraum, son­dern bietet immer mittwochs von 16:30 bis 21:30 Uhr Biotüten auf Bestel­lung an. Zwis­chen dem Shop­pen von knack­igem Gemüse also kann sich der inter­essierte Wel­tenbürg­er auch noch Kun­st anschauen. Eine ungewöhn­liche aber schein­bar erfol­gre­iche Mis­chung. Zurzeit und lei­der nur noch bis Ende Jan­u­ar stellen hier »The Shramps« ihre »Musik für Taube« aus. Am 10. Feb­ru­ar eröffnet dann Yukari Kosakai seine Ausstel­lung »Brin­gen Sie bitte Salz und Zuck­er mit«. Klingt lecker.

De caritatis

»Wende dich hin, wende dich her, o Sulamith! Wende dich hin, wende dich her, daß wir dich schauen! Was seht ihr an Sulamith beim Reigen im Lager? Wie schön ist dein Gang in den Schuhen, du Fürsten­tochter! Die Run­dung dein­er Hüfte ist wie ein Hals­geschmei­de, das des Meis­ters Hand gemacht hat. Dein Schoß ist wie ein run­der Bech­er, dem nim­mer Getränk man­gelt. Dein Leib ist wie ein Weizen­haufen, umsteckt mit Lilien. Deine bei­den Brüste sind wie junge Zwill­inge von Gazellen. Dein Hals ist wie ein Turm von Elfen­bein. Deine Augen sind wie die Teiche von Hes­chbon am Tor Bat-Rab­bim. Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon, der nach Damaskus sieht. Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie Pur­pur; ein König liegt in deinen Lock­en gefan­gen. Wie schön und wie lieblich bist du, du Liebe voller Wonne! Dein Wuchs ist hoch wie ein Palm­baum, deine Brüste gle­ich den Wein­trauben. Ich sprach: Ich will auf den Palm­baum steigen und die Zweige ergreifen. Laß Deine Brüste sein wie Trauben …