»Ich bin kein Vandale. Ich bin ein Pirat«*
Vier Tage vor der Europawahl wird langsam klar, dass es die Politik vielen Wählern ziemlich leicht gemacht hat in diesem Jahr. Zu viele Ohrfeigen wurden ausgeteilt, zumindest an die, die das Internet als ernsthaftes Medium betrachten. Zumindest an die, die mit dem Internet, im Internet, für das Internet leben und arbeiten. Eine Politik, die mit Mitteln aus analoger Zeit versucht, sich in einer digitalen Zeit zu behaupten und sie mit zu gestalten, mag dem einen die heimelige Sicherheit bieten, die er von seiner Sitzecke gewohnt ist, vielen aber erscheint sie als Kriegserklärung. Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen. Die schlechte Nachricht: Es scheint nicht so einfach zu sein, sie auch tatsächlich als solche zu erkennen. Clemens Bomsdorf beispielsweise schrieb in der Zeit gestern über die Piratenpartei in einem Stück mit der Überschrift «Wenig Ziele, viele Anhänger» etwas von einem «monothematischen Programm». Mit Sicherheit nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Oder zumindest zu kurz gegriffen. Ein Leserkommentar zu diesem Text aber legt noch eine Schippe drauf: «Diese Partei kommt in Schweden an die …