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Erde an Canton

Lange Zeit hat­ten High-End-Puris­ten ein ziem­lich ärg­er­lich­es, weil nicht zu lösendes Prob­lem: Wie bekommt man aus einem Laut­sprech­er einen wohlk­lin­gen­den Hör­genuss her­aus­gek­itzelt, ohne dafür meter­weise und dazu noch teure Kabel ver­legen zu müssen? In den let­zten Jahren kamen schließlich ultra­flache Leit­er auf den Markt, die zwar nicht mehr an der Wand ent­lang, son­dern unter der Tapete ver­legt wer­den kon­nten — ver­legt wer­den aber mussten auch sie noch. Nun hat sich Deutsch­lands Vorzeige­pro­duzent für High-Fideli­­ty, die im hes­sis­chen Weil­rod ansäs­sige Fir­ma Can­ton dieses Prob­lems angenom­men und das Laut­sprech­er­set CD 3500 auf den Markt gewor­fen, das sich die nöti­gen Dat­en via Fun­kleitung von einem kleinen Sender schick­en lässt. Und was kann man heute, zur Freude aller Inter­essierten, in der FAZ lesen? Die bei­den schlanken Säulen spiel­ten in bester Can­­ton-Manier auf, »mit blitzblanken Höhen, einem angesichts der kleinen Chas­sis (…) über­raschend kräfti­gen und trock­e­nen Tief­baß, bester Räum­lichkeit und bestechen­der Dynamik«. Das klingt nach einem Ver­sprechen. Nur, dass neben dem kräfti­gen und trock­e­nen Tief­baß auch der entsprechend kräftige und trock­en kalkulierte Preis von 2400 Euro ste­ht. Aber wer stört sich …

Call for entries

Nur noch bis über­mor­gen (6. Okto­ber) lädt das Bon­ner Vide­ofes­ti­val Videonale 11 Kün­st­lerIn­nen ein, sich mit ein­er Videoar­beit aus den let­zten drei Jahren für den offe­nen Wet­tbe­werb zu bewer­ben. Die von ein­er inter­na­tionalen Fachjury aus­gewählten Arbeit­en wer­den vom 15. März bis zum 15. April 2007 im Kun­st­mu­se­um Bonn in ein­er vier­wöchi­gen Ausstel­lung präsen­tiert. Bei der Eröff­nung (14. März 2007) wird der Gewin­ner des Videonale-Preis­es bekan­nt­gegeben. Ziel des renom­mierten Videokun­st­fes­ti­vals ist es, aktuell­ste Posi­tio­nen von Videokun­st in ein­er vier­wöchi­gen Ausstel­lung zu zeigen. Das Rah­men­pro­gramm behan­delt in unter­schiedlichen Schw­er­punk­ten the­o­retis­che und prak­tis­che Fragestel­lun­gen zum The­ma Videokun­st. In Work­shops, Experten-Vorträ­­gen und aus kün­st­lerisch­er Sicht wer­den die Beson­der­heit­en von Video als kün­st­lerisches Medi­um in Bezug zu anderen Medi­en der bilden­den Kun­st the­ma­tisiert. Schw­er­punkt der Work­shops sind Fra­gen des Copy­rights und der Restau­rierung, sowie deren Auswirkun­gen auf Ausstel­lung­sorte und Samm­lun­gen. Anknüpfend an die let­zte Videonale wird die Frage der adäquat­en Präsen­ta­tion von Videokun­st in klas­sis­chen muse­alen Räu­men gestellt und eine mögliche Antwort in der aktuellen Präsen­ta­tion der Videonale 11 ver­wirk­licht. Die gut 20-jährige Geschichte der Videonale begann 1984 im Bonner …

Back auf Mac

War klar, allzu lange hält es auch das Schnitzel nicht ohne selb­stver­mark­ter­isches Bloggen aus. Und so hat sich der Kol­lege aus dem Bett geschält, sich in sein schön­stes Son­ntagshemd gewor­fen und ist zum näch­sten Gravis-Store gelaufen. Ver­dammt, warum haben alle schon einen Mac, nur ich nicht?! Wo bleibt mein Wei­h­nachts­geld? Na gut, soll mir recht sein, wenig­stens ist so der Schnitzel­teller wieder aufer­standen. Bess­er, schneller, schön­er, infor­ma­tiv­er, leck­er­er und vor allem: In Ver­sion 2! So kriege ich hof­fentlich bald schicke Nachricht­en aus der Heimat (Bes­timmt waren das Schnitzel und Bal­tasar mit Videokriegs­gerät auf Pützchens Markt). In ein­er Woche geht es auch hier wieder ein wenig belebter zu, ist ver­sprochen, denn dann wird das neue Heim in Leipzig bezo­gen, wo es auch die ele­mentaren Zivil­i­sa­tion­skrankheit­en wie Tele­fon, Inter­net und fließen­des Wass­er gibt. Bis dahin Geduld, liebe Leser, sucht Euch einen der ver­gan­genen 245 Beiträge aus, lernt ihn auswendig und macht Euch eine schöne Woche. P.S.: Liebes Schnitzel. Solche hämis­chen Bemerkun­gen wie das mit dem Eingabefeld unter Fire­fox auf Mac… Tsstsstss… Auch noch Salz in die Wun­den streuen …

Klebt Euch was …

Längst hat die soge­nan­nte Stree­tart und allen voran Cut Outs und Stick­erkun­st das klas­sis­che Graf­fi­ti als öffentliche Kun­st abgelöst. Sie gilt als kri­tis­ch­er, witziger und meis­tens auch als poli­tis­ch­er. In diesem Jahr find­et nun zum wieder­holten Mal der inter­na­tion­al aus­geschriebene Stick­er­award statt. Arbeit­en kön­nen bere­its einge­sendet wer­den — man hofft, eine Entschei­dung über die Preisver­gabe bis Ende Sep­tem­ber getrof­fen zu haben. »Man«, das sind Alain Bieber von rebelart.net, Chris Sauve von den Adbusters, Dom Mur­phy (Stick­er­na­tion), Andreas Ull­rich von Stick­ma und Oliv­er Vodeb (Meme­fest). Ein­sendun­gen sind als Fotos und als Grafiken möglich, Haupt­sache, sie zeigen »Ein­griffe in den öffentlichen Raum«. Dabei geht es weniger alleine darum, den besten oder die beste Stick­erkün­stler zu find­en, son­dern vor allem um eine Gesamtschau der inter­na­tionalen und recht unüber­sichtlichen Szene. Zu gewin­nen gibt es natür­lich — Aufk­le­ber. Bish­er sind 193909 Fotos und 53 525 Grafiken einge­sandt wor­den. Und es ist noch ein wenig Zeit bis September.

Kleiner Akkuschrauber, renn’

Über inter­na­tionale Rennstreck­en ist ja schon viel Selt­sames geschickt wor­den. Es gab Fahrräder auf der Nord­schleife, Seifenkisten in Pader­born und Kas­set­ten­reko­rder in Dort­mund. Nun aber treibt es die Fakultät Gestal­tung der Fach­hochschule Hildesheim wohl doch ein wenig zu weit. Sie richtet in diesem Jahr bere­its zum vierten Mal ein Akkuschrauber­ren­nen aus. In diesem Jahr jedoch sind zur Teil­nahme nur Stu­den­ten an Design­hochschulen in Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz zuge­lassen. Die Regeln sind dabei denkbar ein­fach und per­fekt auf den Spon­sor zugeschnit­ten, der hierzu­lande natür­lich nur Black & Deck­er heißen kann: »Das Gefährt muss von euch gestal­tet und kon­stru­iert wer­den, es muss von einem von Black & Deck­er gestell­ten und nicht verän­derten Akkuschrauber betrieben wer­den und min­destens eine Per­son trans­portieren. Lenkbar sollte es natür­lich auch sein. Der tech­nis­che Aufwand liegt dabei im Ermessen des Teams.« Also, dass so ein Akkuschrauber dur­chaus auf Touren kom­men kann, war auch mir klar. Aber bei dem Punkt »muss min­destens eine Per­son trans­portieren« bin ich dann doch stutzig gewor­den. Allein das ist schon Grund genug, sich am 14. Okto­ber auf den Weg nach …