Wort & Tat
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Ein ♥ für Blogs (2)

Schon wieder sechs Monate rum? Heidernei! Gut, dann wollen wir mal wieder, Blogs empfehlen, Leute wegschicken, Leute loben. Warum? Das steht entweder hier oder hier. Und meine Blogroll? Gibt es immer noch, doch das Internet ist größer. Und ich sehe nicht in jeden Winkel. Vorschläge für’s nächste Mal? Gerne. Schickt mir einfach eine kurze Nachricht mit Link und ich sehe mir mal an, was ich mir ansehen soll.

Ausgerechnet heute ist Solokarpfen down. Na gut, muss ich halt doch erzählen, warum sich ein Besuch dort lohnt. Obwohl — ist das eigentlich noch ein Blog? Oder schon ein Magazin? Schon Journalismus? »Solokarpfen«, einer dieser Kunst(be)griffe für gute Texte. Dabei erreichen die meist guten Autoren der Seite dieses Ziel auch noch recht häufig. Und sie versuchen, durch Spenden das Projekt am Leben zu erhalten. Könnt mehr draus werden. Könnte man drauf hoffen.

Immer wieder stolpert man über kleinere oder größere Blogkreise, in denen sich immer wieder die selben Nasen verlinken. Ist wahrscheinlich normal. Anmut und Demut aber, wo Benjamin Birkenhage über Denken, Leben, Menschen, Maschinen und Kultur schreibt, ist mir bisher nur einmal untergekommen. Vielleicht bin ich aber auch zu faul? Oder ich gucke nicht richtig hin? Naja, er schreibt eben, gut auch noch, und das Design erst! Ach ja, und wer was über Drupal wissen will, ist da glaube ich auch richtig. Ist aber nicht meine Welt. Das nur am Rande.

Apropos Welt. Die Welt — aus Sicht der Südtribüne ist immer schöner als von anderswo aus. Oder so. Schon beim letzten Mal habe ich mich darüber beklagt, dass es viel zu wenige gute Blogs gibt, die sich mit Fußball auseinandersetzen. Daran hat sich ein bisschen was geändert, doch was will ich mit Arminia Bielefeld? Da kommt die Südtribüne gerade recht, unprätentiös wie der FC, auf den Punkt, eins zum Gerneöfterlesen. Aber es ist eben nur jeden Samstag Fußball. Fast jeden.

Zeitungsblogs. So eine Sache für sich. Oft trocken oder überzuckert, ausgerechnet Der Bund aber, die traditionsreiche Berner Tageszeitung, hat mit dem Ruf aus den USA, einem im Mai gestarteten kolumnenartigen Blog, ins Schwarze getroffen. Stilsicher schildert Namensgeber Renzo Ruf Alltäglichkeiten aus den Staaten, mal seriös, mal mit Augenzwinkern. Und so manches Mal erfährt man hier mehr, deutlich mehr, als im Auslandsteil der Konkurrenz. Riefe Ruf doch nur ein wenig häufiger!

Ist schon eine Schande. Ein Blog über den Rhein und dann optisch so gar nichts rheinartiges. Nur Grau und Text. Der aber, dafür sorgt der Kölner Stan Lafleur, ist umso besser. Auf Rheinsein, so steht da, schlafwandelt Stan durch die rheinische Sferiferie. Ein Biotop für Exilanten wie mich, manchmal etwas anstrengend zu lesen, aber das nicht der Sprache, sondern der langen Absätze wegen. Ein Wortfluss auch noch. Genauso gern wie an den Rhein selbst aber komme ich inzwischen zu Rheinsein zurück.

Fünf gewinnt.

1 Kommentare

  1. Oh. Das sind aber liebe Worte. Vielen, vielen Dank.
    Das Lob für das Design muss ich leider weiterreichen an Christian Mücke, von Coldheat.de. Er hat mir das aktuelle CSS gebastelt.

    Nebenbei: Wie superkuhl ist denn bitte die »Ad-Free-Blog«-Eule?

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