Author: Trotzendorff

Millimeterarbeit

Musik­grup­penbe­sitzer aufgepasst. Zumin­d­est, wenn Wer­be­fläche gesucht wird. Denn die Domain tenthousandbands.com bietet genau diese — auf Mil­lime­ter, respek­tive Pix­el genau zugeschnit­ten und mit passen­dem Logo auszus­tat­ten, wenn man solcher­lei Grafiken denn Logos nen­nen kann. Die Idee scheint nicht neu zu sein. Bere­its Alex Tew hat mit seinem Pro­jekt milliondollarhomepage.com Kle­inst­wer­be­flächen ver­mi­etet und seine Idee scheint von Erfolg gekrönt zu sein, ist doch die obere Hälfte der Seite bere­its belegt. Da scheint es höch­ste Zeit zu sein, meine Seite zu rastern und zu ver­mark­ten. Denn, wie Mr. Tew so schön aus­führt, geht es um ein Stück Inter­net­geschichte, das man so erobern kann. Genau da aber lehrt die Erfahrung, lieber die Fin­ger von zu lassen. Geschichte wieder­holt sich, und aus solchen Wieder­hol­un­gen hält man sich bess­er raus. Via openPR.de

15 halbe Jahre

So lange hat es gedauert, bis ich von der Brust mein­er Alma Mater entwöh­nt zu sein scheine. Seit exakt 45:00 Stun­den liegt meine Mag­is­ter­ar­beit nun in der Philosophis­chen Fakultät, um gründlich unter die Lupe genom­men zu wer­den. Und es sollte keine sieben Monate mehr dauern, dann werde ich vor­erst zum let­zten Mal durch ihre Räume schre­it­en. Aber so gibt es wenig­stens Hoff­nung, dass dem­nächst wieder etwas mehr Zeit bleiben wird, sich den Belan­gen mein­er Leser­schaft zu wid­men und Luft zu schnap­pen für den End­spurt. Sum ut fiam.

Der-i-saadet

Das Mag­a­zin »du« hat in sein­er neuesten Aus­gabe Istan­bul unter die Lupe genom­men, die »Hippe Stadt am Horn«, wie der Titel etwas unpassend lautet. Denn was sich im Inneren auf 86 Seit­en aus­bre­it­et, ist mehr als nur hip. Es sind kleine, lebendi­ge Geschicht­en von Autoren wie dem Frieden­spreisträger Orhan Pamuk oder dem Ver­leger Egon Ammann, welche die Per­le am Bosporus lebendig wer­den lassen und die Sehn­sucht weck­en nach ein paar Tagen zwis­chen Ori­ent und Okzi­dent, zwis­chen Tak­sim und Üskü­dar. Eine wun­der­schöne Aus­gabe, bebildert von der nieder­ländis­chen Fotografien Ilse Frech, auch oder ger­ade für alle, die noch nie die »Der-i-saadet«, die Pforte der Glück­seel­igkeit besucht haben, aber vielle­icht mit dem Gedanken spie­len. Doch Vor­sicht, spätestens nach dieser Lek­türe lässt einen das Fer­n­weh nicht wieder los.

Wer will nochmal …

Nu ham wa den Salat! Der Berlin­er Ver­lag und mit ihm die Berlin­er Zeitung sowie das Lokalblatt Kuri­er gehören nicht mehr der Holtzbrinck-Gruppe, son­dern einem britis­chen Investor namens David Mont­gomery. »Pri­ma«, wird so manch­er denken, ein finanzkräftiger Ret­ter der Presse­frei­heit — und liegt daneben. Mont­gomery ist näm­lich nicht ger­ade beliebt für seine Engage­ments, schon gar nicht in der Medi­en­branche. Der Dai­ly Mir­ror hat schon unter ihm zu lei­den gehabt und nun scheint es auch in Deutsch­land soweit zu sein, dass Kap­i­tal vor Presse­frei­heit, Sparen vor gutem Jour­nal­is­mus kommt. So manch­er Redak­teur fürchtet schon um seinen Posten, DJV-Chef Michael Konken sagte heute in der taz, durch den Ein­stieg britis­ch­er Inve­storen im deutschen Zeitungs­markt sei die Hemm­schwelle weg, die Tür ist aufgeris­sen. Das macht Angst, vor allem weil Mont­gomery »kein richtiger Ver­leger sei, der stolz ist auf die Qual­ität sein­er Zeitung. Son­dern ein­er, der nur Gewinn machen will und dann wieder abhaut« (taz). Für David Mont­gomery ist der Berlin­er Ver­lag jedoch nur der erste Schritt in Rich­tung eines ganzen Mark­tes deutsch­er Ver­lagserzeug­nisse, vor­sor­glich wiegeln einige Blät­ter schon …

artstübli die Zweite

Sie haben es tat­säch­lich wahrgemacht, respek­tive auf die Beine gestellt: Bib­bo, Brogli und Kon­sorten präsen­tieren dieser Tage die zweite Aus­gabe des Swiss-Art-Mag­a­zins »art­stübli«. Rand­voll mit schick­en Geschicht­en über die Word­­less-Ausstel­lung in Zürich, feiste hol­ländis­che Grafik-Design­er wie Joost Korn­gold oder die Gestal­ten-Neuer­schei­n­ung »Blood, Sweat & Tears«. Beson­ders beein­druck­end sind die Arbeit­en des Reise­fo­tografen Nico Schär­er. Alles in allem 42 MB, die sich wieder lohnen und noch ein wenig fes­ch­er daherkom­men, als »Heftchen« Num­mer eins. Nicht nur für Schweiz­er ein wirk­lich­er Leckerbissen!