Author: Trotzendorff

Ach, Jacques!

Ich bin ein großer Fan von Jacques Bern­dorf und seinen Eifel-Krim­is, ein­er der vielle­icht besten deutschen Krim­irei­hen über­haupt, auch, wenn Bern­dorf in den ver­gan­genen Jahren etwas nach­lässt. Über­durch­schnit­tlich aber ist jedes einzelne sein­er Büch­er den­noch, vor allem, weil dieser bemerkenswerte Mann, der früher unter anderem für Stern und Spiegel geschrieben hat, nun schon etliche Jahre in Dreis-Brück lebt und man jed­er Zeile anmerkt, wie sehr er diese Land­schaft liebt und wie gut er sie ken­nt. Auch deshalb ist Bern­dorf prädes­tiniert dafür, einen Reise­führer über die Eifel zu schreiben. Und das hat er denn auch getan und 2008 das Buch «Gebrauch­san­weisung für die Eifel» ver­fasst, erschienen im Piper-Ver­lag. Dur­chaus gelun­gen, fast ein typ­is­ch­er Bern­dorf, aber auch ein­er mit Schön­heits­fehlern, wie ein kleines Zitat aus dem Kapi­tel «Unheil über der Eifel» zeigt.

Termine, Termine, Termine

Keine 24 Stun­den nach der Wieder­wahl Horst Köh­lers zum Bun­de­spräsi­den­ten hat das Bun­de­sprä­sidi­alamt seine Ter­mine für die kom­mende Woche bekan­nt­gegeben. Der Mann stürzt sich eben gle­ich wieder in die Arbeit für dieses Land. Getreu sein­er gestri­gen Ansprache: «Ich freue mich auf die kom­menden fünf Jahre, und ich ver­spreche Ihnen, liebe Land­sleute: Ich werde weit­er mein Bestes geben.» Die Amt­süber­gabe hätte zwar eh erst am 1. Juli stattge­fun­den, vielle­icht aber sind Gesine Schwan, Peter Sodann und der Dings ja nun doch ganz froh, dass das gestern nicht geklappt hat mit dem höch­sten Staatsamt.

X‑Blogger

Nun blogge ich schon einige Jahre mit mehr oder weniger großem Erfolg Vergnü­gen und ent­decke immer noch so vieles, das ich doch noch nicht ent­deckt habe. Zum Beispiel eine «Ini­tia­tive» von Chris­t­ian Fis­ch­er und Pia Drießen aus dem Jahr 2005 (!) — die X‑Blogger (inzwis­chen lei­der offline). Vielle­icht aktueller denn je: Unter­schrieben. «Natür­lich gibt’s auch einen But­ton (But­tons sind wichtig!) zum mit­nehmen und ver­linken. Ist doch klar.» Den (rechts unten) aber musste ich etwas anpassen. Far­blich. Pardon.

Sehr geehrter Herr Schmidt!

Ich weiß ja, dass es Unternehmer gibt, die sich für ganz aus­ge­fuchst hal­ten und glauben, neue Wege in Sachen Wer­bung gehen zu müssen. Das gilt mit Sicher­heit auch für Anbi­eter von «exk­lu­siv­en Garten­mö­beln», wie Sie ein­er sind. Vielle­icht aber ist die Idee auch gar nicht auf Ihrem Mist gewach­sen, vielle­icht haben Sie sich ja bloß an irgen­deine über­bezahlte Werbe-Klitsche in Ham­burg gewen­det, die Ihnen das als «das näch­ste große Ding» oder als Gueril­la-Mar­ket­ing verkauft hat. Ich hoffe, man hat Sie ordentlich dafür blechen lassen. Inzwis­chen näm­lich geht es mir mächtig auf den Zeiger, dass es Men­schen gibt, die hier in meinem Blog wahl­los Kom­mentare mit so sin­nigem Wort­laut wie «Tolles Blog» oder «Super :)» hin­ter­lassen und auf ver­schiedene Seit­en Ihres Online-Kat­a­logs ver­linken. Zudem kön­nen Sie mir glauben, dass auch meine Leser zwar sicher­lich irgendwelchen Ziel­grup­pen zuzuord­nen sind, Inter­essen­ten für «exk­lu­sive Garten­mö­bel und Son­nen­schirme für pri­vate Dom­izile und Luxu­sho­tels weltweit» aber wer­den Sie hier eher nicht find­en. Ich gehe davon aus, dass wir uns ver­standen haben und verbleibe hochachtungsvoll und mit exk­lu­siv­en hanseatis­chen Grüßen.

Lasst die Invasion beginnen!

«Today, the world woke up to find space­ships over every major city. The Vis­i­tors claim to have come in peace, bring­ing gifts of med­ical mir­a­cles and tech­no­log­i­cal break­throughs. They promise to do no harm. They’re lying.» Egal, wie Ihr das anstellt, ganz gle­ich, was es kostet — liebe Sender: Kön­nte ein­er von Euren Pro­gram­mver­ant­wortlichen sich bitte so schnell wie möglich an seine Arbeit machen und diese Serie einkaufen? Jet­zt? Sofort? Danke. Das näm­lich kön­nte ein­er der Fälle wer­den, in denen ein Remake noch bess­er wird als das Orig­i­nal. «V — Die außerirdis­chen Besuch­er kom­men» war in den 80er-Jahren bere­its in Deutsch­land zu sehen, die Kri­tik­er sahen die mehrfach Emmy-nominierte Serie damals «trick­tech­nisch auf hohem Niveau». «Pop­ulär wurde die Serie, die in Deutsch­land zunächst in ein­er umgeschnit­te­nen Form beim damals noch jun­gen Sat.1 lief, weil die Hand­lung deut­liche Par­al­le­len zum faschis­tis­chen Regime des Nation­al­sozial­is­mus aufzeigte und entsprechend für Diskus­sion­sstoff sorgte.» (serienjunkies.de) Die Neu­fas­sung, die ABC ab Herb­st in den USA ausstrahlen wird, hat Scott Peters pro­duziert, der schon «4400 — Die Rück­kehrer» miter­fun­den und als Produzent …