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Rio de Janeiro — lux. wohnen in Villa — 7 Tage gratis

Unter genau oben notiert­er Über­schrift läuft bei eBay derzeit eine Auk­tion, auf die mich ein Kol­lege aufmerk­sam gemacht hat. Man lese die Beschrei­bung und staune: «Deutsche Fam­i­lie in Rio de Janeiro bietet Gästez­im­mer in ihrem kom­fort­ablen Haus für eine Woche gratis an wenn der Anreisende einen Kof­fer mit pri­vat­en Gegen­stän­den und Bau­mark­tar­tikeln wie Türklinken, Türschlöss­er, Staub­saugertüten usw. von Deutsch­land nach Rio de Janeiro mit­bringt. Der Kof­fer wiegt 32kg und ist so das Lim­it bei fast allen Flugge­sellschaften die Rio anfliegen (pro Per­son 2 x 32 kg + Handgepäck).»

Nun denkt man natür­lich gle­ich an irgendwelche halb­sei­de­nen Geschäfte. Denn mal ehrlich: Türklinken? Staub­saugertüten? Klar. Was aber kön­nte wirk­lich alles in diesem Kof­fer sein! Dro­gen? Leichen­teile? Schmuggel­ware? Aber nein: «Es wird aus­drück­lich betont, dass keine der Gegen­stände ver­boten sind. Der Anreisende wird sich bei der Über­nahme des Kof­fers und ein­er Pack­liste selb­st davon vergewis­sern. Abreise ist nur vom Air­port Frank­furt möglich da mein Brud­er die Gegen­stände übergeben wird und selb­st in Frank­furt wohnt. Für diesen Ser­vice kann der Bietende eine Woche kosten­frei in unserem Haus wohnen und alle auf den Fotos sicht­baren Bere­iche des Haus­es nutzen. Die Abhol­ung bei Ankun­ft in Rio de Janeiro mit einem geräu­mi­gen und kli­ma­tisierten PKW ist auch inklusive.»

Inter­esse, any­one? Die Auk­tion läuft noch bis heute Abend um 18:30 Uhr. Noch hat nie­mand geboten.

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Hello – my name is Florian. I'm a runner and blazing trails for Spot the Dot — an NGO to raise awareness of melanoma and other types of skin cancer. Beyond that, I get lost in the small things that make life beautiful: the diversity of specialty coffee, the stubborn silence of bike rides, and the flashes of creativity in fashion and design. Professionally, I’m an organizational psychologist and communication practitioner, working where people, culture, and language shape how change actually lands. When I’m not doing that, you’ll find me behind the bar at Benson Coffee in Cologne — quality-driven, proudly nerdy.

3 Comments

  1. Ist bei keinem Ange­bot geblieben. Sind die Deutschen so mis­strauisch, oder bin ich so naiv, dass ich das nicht ganz verstehe?
    Naja, der Flug kostet ja auch noch was, und bei frem­den Leuten wohnen ist immer ein biss­chen komisch…

  2. Boca says

    Ich glaube wirk­lich, die Deutschen sind bei solchen Sachen feige. Ich hab zum Beispiel Couch­surf­ing schon oft gemacht, zwar nicht in Brasilien, aber in Kolumbi­en, das war gar kein Prob­lem. Und mal ehrlich: Ein Urlaub in Rio nur für die Flugkosten? Die Chance hätte ich mir nicht ent­ge­hen lassen. Wenn ich Ferien hätte. Und wenn ich das früher gele­sen hätte.

  3. @Boca: Ob man das gle­ich feige nen­nen muss? Vor­sichtig vielle­icht. Ich weiß auch nicht, ob ich das gemacht hätte, selb­st bei Zeit und Geld für den Flug.

    @Muriel: Irgend­wie klingt das Ange­bot halt nicht so hun­dert­prozentig ser­iös. Man denkt halt an komis­che Geschicht­en von komis­chen Men­schen mit komis­chen Koffern.

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