Alle Artikel mit dem Schlagwort: Design

Steven Paul Jobs

Es gibt Bilder, deren Geheimnis ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Das von Designer Dylan Roscover gemachte Porträt von Apple-Chef Steve Jobs ist eines davon. Roscover hat es nicht einfach hingepinselt, er hat es aus Wörtern der Apple-Kampagne »Think Different« zusammengesetzt. Auf Deviantart schreibt er dazu: »This is a typeface-driven design based on the »Here’s to the crazy ones« ad campaign from Apple in the 90s, using Motter Tektura, Apple Garamond, Myriad, Univers, Gill Sans, and Volkswagen AG Rounded, fonts present in Apple branding and products.« Nicht nur, dass mir die Zeit und vor allem eine gehörige Portion Talent und Handwerk fehlen würden, um so etwas zu basteln. Allein schon die Idee macht mich neidlos neidisch. Das Porträt in Originalgröße, zum Ganzgenauhingucken, gibt es hier.

Grobkariert

Da reden Sie alle vom Internet und der immerwährenden Verfügbarkeit von Informationen und Dingen, als sei das Netz ein Selbstbedienungsladen ohne Anfang und Ende. Doch sie lügen sich und uns in die Tasche — Gegenbeispiele sind schnell gefunden. Wie dieser Schal, der mir an Alfredo Häberlis Hals per Werbeprospekt ins Haus flatterte. Geworben wurde für Geschirr von Iittala, das allerdings — ohne damit seinen Reiz schmälern zu wollen — tatsächlich immerwährend verfügbar ist, ob im Internet oder per Einzelhandel. Der Schal aber war nirgends zu finden. Nun gut, wir haben Herrn Häberli aber auch unterschätzt, in einem Mann seines Kalibers einen Burberry– oder Paul-Smith-Kunden zu vermuten … Die letzte Chance also war der Meister selbst. Und auf die E-Mail mit der etwas skurrilen Anfrage, was für einen Schal er denn da getragen habe, als Shooting und Interview für Iittala stattgefunden hatten, kam tatsächlich auch zügig Antwort aus Zürich. Ein Mitarbeiter seines Büros erklärte mir freundlich, nein, so ungewöhnlich sei die Anfrage gar nicht, die bekäme man nicht zum ersten Mal, der Schal stamme aus der …

Was macht die Schrift auf der Schachtel?

Bis vor wenigen Minuten wusste ich noch nicht einmal, dass es so etwas wie die Leipziger Typotage überhaupt gibt. Doch nicht nur das Programm unter dem Titel »Typografie und Verpackung — Was macht die Schrift auf der Schachtel?« klingt spannend (Zitat Fontwerk: »Vortragende sind keine der üblichen typografischen Verdächtigen, […] was allerdings nicht minder interessant werden dürfte.«), auch die Ausstellung mit Karikaturen von Honoré Daumier, die gleichzeitig im Museum für Druckkunst eröffnet wird, ist sicherlich ein großes Vergnügen. Womit ich übrigens das Fontwerk auch noch dringend als Leseempfehlung ans Herz legen möchte. Via @farbwolke & Fontwerk

Memento mori et MacBook

Wohl kaum jemand, der in den vergangenen Jahren das MacBook bereits als Design-Klassiker bezeichnet hat, wusste, wie recht er damit hat. Zumindest mit dem »Klassiker«. Die Geschichte spricht auch mal wieder dafür, wie gut Apple darin ist, die kleinen Geheimnisse seiner Firmengeschichte für sich zu behalten. Das Foto, das wir hier sehen, hat der flickr-User patapat aufgenommen, und zwar im Kunstmuseum Basel, das Original des 1620 von einem deutschen Meister gemalten »Memento mori« hängt jedoch im Frankfurter Städel (Inventar Nr. 2236). Und es zeigt: Den ersten Entwurf für eben das Stück Computergeschichte, das heute als MacBook bekannt ist. 388 Jahre alt! »Sehr traditionelle und allgemein als überholt angesehene Theorien sahen im Design die reine Formgebung von Objekten zum Zwecke der ‚Verschönerung‘ und Verbesserung der praktischen Funktionalität«, lesen wir bei Wikipedia zum Stichwort Design. »Geradezu teleologisch strebten sie als Endzweck nach einer endgültigen, nicht mehr zu verbessernden Form der Dinge, als seien diese nicht stets durch Materialien, Technologien, Gebrauchsweisen, Bedürfnisse und Funktionen limitiert und vorläufig. Betont wurde der Vorbildcharakter bestimmter Entwürfe.« Was auf diesen wohl bis …

ARTig

Das »artstübli« ist fleißig. Nach der Veröffentlichung von Magazin-Nr. 2 folgt nun die erste Ausstellung. Im »unternehmen mitte« in Basel zeigt das Team vom 20.-26. Februar 2006 die Schau »ARTig« mit Arbeiten von Hausgrafik, pformance, Balance Photography, Sein, Microbot, Smash, modul-grafikdesign, Pixelfarm, Machtgrafik, Stubbings, artstübli und, und, und. Die Vernissage findet am 20. Februar statt. Es kündigt sich ein Mix aus »Street Art, Graffiti, Fotografie, Grafikdesign und Film/Animation« an. Die Lounge lädt ein, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen, über die eigenössische Szene zu plaudern oder das artstübli-Projekt zu beschnuppern. Apropos: Bringt mir jemand einen schicken ARTikel aus dem Shop mit?