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Ehrensenf

»Ehrensenf« ist ein Ana­gramm, eine rhetorische Fig­ur also, aus dessen Buch­staben sich neue Sinnzusam­men­hänge set­zen lassen. Und so, wie sich aus »Ampelkoali­tion« auch »anomale Poli­tik« oder aus »Prinz Ernst August« auch »nur unzart gepisst« machen lässt, so ste­ht »Ehrensenf« eben für Fernse­hen. Und genau das ist es auch, Inter­net­fernse­hen, um genau zu sein. Jeden Tag eine Folge absur­der bis infor­ma­tiv­er Nachricht­en, als Quick­­­time-Video, Win­­dows-Media-Datei oder als 3GP für das Mobil­tele­fon. Für Quick­­­time-Nutzer gibt es am Ende eines jeden Klips noch die passenden Links zu allen The­men. Die aber sind gar nicht leicht zu definieren, die Mach­er selb­st wollen sich mit ihrem For­mat nicht fes­tle­gen, son­dern ein­fach nur unter­hal­ten und amüsieren. Der aktuelle Beitrag für Fre­itag, den 13ten ist denn auch mit »Dia­man­ten unterm Kissen; FlickR-Bilder­rah­­men; The Song Tap­per« über­schrieben. Was nicht zu viel ver­sprochen ist! Via dysternis

Fass!

Es ist wirk­lich span­nend, was bei ein­er genauen Betra­ch­tung und Auswer­tung der Log­files so alles her­auskom­men kann. Nicht nur mehr oder weniger falsche Besucherzahlen, Ref­er­er und Sta­tis­tiken, son­dern auch so manche Kuriosität. Gut, der Illu­sion, dass nur Men­schen aus Fleisch und Blut diese ehren­werte Seite besuchen, gebe ich mich schon lange nicht mehr hin. In Blogs wird gepingt, was das Zeug hält und so klopft eben auch der ein oder andere Robot an meine Tür. Doch heute bin ich auf etwas gestoßen, das ich noch nicht kan­nte. Es trägt den selt­samen Namen »Microsoft URL Con­trol«, schaute um 16:30:56 Uhr für eine Sekunde vor­bei und ver­schwand dann wieder. Das beun­ruhigte mich. Nach ein wenig der Nach­forschun­gen über diesen obskuren Gast kam ich zu der unschö­nen Ver­mu­tung, dass es sich um einen unge­bete­nen han­delt, der sich auf die Suche nach für Spam nutzbaren Scripten (z.B. Form-Mail­er) und ähn­lichen Din­gen macht. Will ich hier nicht haben. Und so hat sich nun ein recht nüt­zlich­es Hausti­er, näm­lich mod_rewrite bei mir vor dem Kamin zusam­mengerollt und bewacht hier nun alles. Ist …

Das gibt zu denken

Neulich im Chat: Weit­ere unfass­bare Beispiele für die Umgangs­for­men der Inter­net-Gen­er­a­­tion find­en sich unter german-bash.org. Von heit­erem Müt­ter-Beschimpfen bis zur Diskus­sion darüber, ob Män­ner Lin­ux ähneln und Frauen MacOS. Wahnsinn … Trotzen­dorffs Lieb­ster kommt gle­ich hier:

artstübli die Zweite

Sie haben es tat­säch­lich wahrgemacht, respek­tive auf die Beine gestellt: Bib­bo, Brogli und Kon­sorten präsen­tieren dieser Tage die zweite Aus­gabe des Swiss-Art-Mag­a­zins »art­stübli«. Rand­voll mit schick­en Geschicht­en über die Word­­less-Ausstel­lung in Zürich, feiste hol­ländis­che Grafik-Design­er wie Joost Korn­gold oder die Gestal­ten-Neuer­schei­n­ung »Blood, Sweat & Tears«. Beson­ders beein­druck­end sind die Arbeit­en des Reise­fo­tografen Nico Schär­er. Alles in allem 42 MB, die sich wieder lohnen und noch ein wenig fes­ch­er daherkom­men, als »Heftchen« Num­mer eins. Nicht nur für Schweiz­er ein wirk­lich­er Leckerbissen!

Arme Sünderlein

Män­ner gehen fremd — einige zumin­d­est — das ist kein Geheim­nis. Die meis­ten Sün­der wün­schen sich jedoch, ihre Tat bliebe geheim. Dem hat lei­der eine Gruppe Frauen aus den USA den Kampf ange­sagt und mit dontdatehimgirl.com eine Art Sün­den­por­tal ges­tartet. Mit Name, Alter und Wohnort, teils sog­ar mit Foto wer­den hier Män­ner an den Pranger gestellt — immer mit der War­nung verse­hen: »Don’t Date Him Girl!« und der dazuge­höri­gen Geschichte der Ex und heuti­gen Anklägerin. Eine frag­würdi­ge, aber anscheinend erfol­gre­iche Proze­dur. Bere­its mehrere hun­dert Karteikarten find­en sich auf der Inter­net­seite, täglich kom­men neue hinzu. Immer­hin eine Stel­lung­nahme kön­nen die Beschuldigten per E‑Mail an die Betreiber schick­en. Die soll dann — gle­ich neben dem Pro­fil — mit in die Kartei aufgenom­men wer­den. Viele Män­ner scheinen davon aber noch keinen Gebrauch gemacht zu haben. Auch nach län­gerem Stöbern kon­nte die Redak­tion keine Gegen­darstel­lung aus­machen. Ob dafür nun Scham oder Gelassen­heit ver­ant­wortlich ist, über­lassen wir get­rost den Kol­le­gen von Psy­cholo­gie Heute.