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Winzige Bitte für Ursula

Ursu­la. // Du blindes Etwas du! // Blog­ger, mein grün­er Egel. // Unter der Welt immerzu! // Protestiert — du mußt es schreien! // Seht! // Oh her­zlos­es Glück! // Ursu­la du. // Belegt in end­los­er Nacht. // Blog­ger zwis­chen Schreien und Sehen. // Blog­ger heute so böse. Sel­ten etwas mit so viel Freude bedi­ent wie das Poet­ron von Gün­ter Gehl. Grimme-Preis, aber dalli!

»Ich bin kein Vandale. Ich bin ein Pirat«*

Vier Tage vor der Europawahl wird langsam klar, dass es die Poli­tik vie­len Wäh­lern ziem­lich leicht gemacht hat in diesem Jahr. Zu viele Ohrfeigen wur­den aus­geteilt, zumin­d­est an die, die das Inter­net als ern­sthaftes Medi­um betra­cht­en. Zumin­d­est an die, die mit dem Inter­net, im Inter­net, für das Inter­net leben und arbeit­en. Eine Poli­tik, die mit Mit­teln aus analoger Zeit ver­sucht, sich in ein­er dig­i­tal­en Zeit zu behaupten und sie mit zu gestal­ten, mag dem einen die heimelige Sicher­heit bieten, die er von sein­er Sitzecke gewohnt ist, vie­len aber erscheint sie als Kriegserk­lärung. Die gute Nachricht: Es gibt Alter­na­tiv­en. Die schlechte Nachricht: Es scheint nicht so ein­fach zu sein, sie auch tat­säch­lich als solche zu erken­nen. Clemens Boms­dorf beispiel­sweise schrieb in der Zeit gestern über die Piraten­partei in einem Stück mit der Über­schrift «Wenig Ziele, viele Anhänger» etwas von einem «monothe­ma­tis­chen Pro­gramm». Mit Sicher­heit nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Oder zumin­d­est zu kurz gegrif­f­en. Ein Leserkom­men­tar zu diesem Text aber legt noch eine Schippe drauf: «Diese Partei kommt in Schwe­den an die …

Endlich: anständige Cookie-Verwaltung für Safari

Lange habe ich SafariPlus nachge­trauert und mich darüber geärg­ert, dass Safari keine anständi­ge Cook­ie-Ver­wal­­tung mit­bringt. Damit ist jet­zt Schluss, seit dem 12. April gibt es Safari Cook­ies, das auf dem Quell­code von SafariPlus (Cre­a­tive-Com­­mons-Lizenz) und Safari Adblock (inzwis­chen offline) basiert. Voraus­set­zung für Safari Cook­ies ist Mac OS 10.5, am 10. Mai ist Ver­sion 0.6.3 erschienen. Obwohl sich die Cook­ie-Ver­wal­­tung noch in einem sehr frühen Entwick­lungssta­di­um befind­et, scheint sie ordentlich zu funk­tion­ieren, nach einem ersten Test gab es bei mir keine Prob­leme. Das Plu­g­in gibt eine Liste der gespe­icherten Cook­ies aus, von der sich per Hand die uner­wün­scht­en Kekse löschen lassen. Noch kom­fort­abler ist die Ver­wal­tung über eine Cook­ie-Whitelist, die einzel­nen Domains erlaubt, ihre Cook­ies auf dem Rech­n­er abzule­gen. Alle Cook­ies, die nicht auf dieser Liste ste­hen, kön­nen auf Wun­sch gelöscht wer­den, sobald Safari been­det wird, für Fans von Pro­tokollen gibt es zudem die Möglichkeit, ein Log­file über alle Cook­ie-Aktiv­itäten anle­gen zu lassen. Ich bin begeis­tert. Fast genau­so schön ist übri­gens, dass der Inquisi­tor endlich wieder unter Safari funk­tion­iert (gefun­den in den Kom­mentaren im fscklog).

X‑Blogger

Nun blogge ich schon einige Jahre mit mehr oder weniger großem Erfolg Vergnü­gen und ent­decke immer noch so vieles, das ich doch noch nicht ent­deckt habe. Zum Beispiel eine «Ini­tia­tive» von Chris­t­ian Fis­ch­er und Pia Drießen aus dem Jahr 2005 (!) — die X‑Blogger (inzwis­chen lei­der offline). Vielle­icht aktueller denn je: Unter­schrieben. «Natür­lich gibt’s auch einen But­ton (But­tons sind wichtig!) zum mit­nehmen und ver­linken. Ist doch klar.» Den (rechts unten) aber musste ich etwas anpassen. Far­blich. Pardon.

Sehr geehrter Herr Schmidt!

Ich weiß ja, dass es Unternehmer gibt, die sich für ganz aus­ge­fuchst hal­ten und glauben, neue Wege in Sachen Wer­bung gehen zu müssen. Das gilt mit Sicher­heit auch für Anbi­eter von «exk­lu­siv­en Garten­mö­beln», wie Sie ein­er sind. Vielle­icht aber ist die Idee auch gar nicht auf Ihrem Mist gewach­sen, vielle­icht haben Sie sich ja bloß an irgen­deine über­bezahlte Werbe-Klitsche in Ham­burg gewen­det, die Ihnen das als «das näch­ste große Ding» oder als Gueril­la-Mar­ket­ing verkauft hat. Ich hoffe, man hat Sie ordentlich dafür blechen lassen. Inzwis­chen näm­lich geht es mir mächtig auf den Zeiger, dass es Men­schen gibt, die hier in meinem Blog wahl­los Kom­mentare mit so sin­nigem Wort­laut wie «Tolles Blog» oder «Super :)» hin­ter­lassen und auf ver­schiedene Seit­en Ihres Online-Kat­a­logs ver­linken. Zudem kön­nen Sie mir glauben, dass auch meine Leser zwar sicher­lich irgendwelchen Ziel­grup­pen zuzuord­nen sind, Inter­essen­ten für «exk­lu­sive Garten­mö­bel und Son­nen­schirme für pri­vate Dom­izile und Luxu­sho­tels weltweit» aber wer­den Sie hier eher nicht find­en. Ich gehe davon aus, dass wir uns ver­standen haben und verbleibe hochachtungsvoll und mit exk­lu­siv­en hanseatis­chen Grüßen.