All posts tagged: Net Culture

Wo warst Du?

Das Vorurteil des prü­den, lang­weili­gen Amerikan­ers hält sich hart­näck­ig in unseren Köpfen. Aber denkste! Was Mer­lin Bron­ques auf seinen Streifzü­gen durch die Nächte von Los Ange­les oder New York vor die Linse bekommt, sieht alles andere als zum Gäh­nen aus. Durchgek­nallte Transen, knutschende Massen, skur­rile Charak­tere und — nur hier und dort — ein wenig Exhi­bi­tion­is­mus. Alles verse­hen mit einem großen Ätsch-Bätsch in Form der Frage »where were you last night?«. Kein Wun­der, han­delt es sich bei den abgelichteten Ereignis­sen um solch illus­tre Ver­anstal­tun­gen wie die Release-Par­­ty des Hard­­core-Streifens »Joanna’s Angels«. Durch­weg sehenswerte Fotos hat Mer­lin da zus­tande gebracht. Und ein Blick über den Teller­rand hat ja noch nie­man­dem geschadet. Aber… Wo war ich eigentlich let­zte Nacht?!

Millimeterarbeit

Musik­grup­penbe­sitzer aufgepasst. Zumin­d­est, wenn Wer­be­fläche gesucht wird. Denn die Domain tenthousandbands.com bietet genau diese — auf Mil­lime­ter, respek­tive Pix­el genau zugeschnit­ten und mit passen­dem Logo auszus­tat­ten, wenn man solcher­lei Grafiken denn Logos nen­nen kann. Die Idee scheint nicht neu zu sein. Bere­its Alex Tew hat mit seinem Pro­jekt milliondollarhomepage.com Kle­inst­wer­be­flächen ver­mi­etet und seine Idee scheint von Erfolg gekrönt zu sein, ist doch die obere Hälfte der Seite bere­its belegt. Da scheint es höch­ste Zeit zu sein, meine Seite zu rastern und zu ver­mark­ten. Denn, wie Mr. Tew so schön aus­führt, geht es um ein Stück Inter­net­geschichte, das man so erobern kann. Genau da aber lehrt die Erfahrung, lieber die Fin­ger von zu lassen. Geschichte wieder­holt sich, und aus solchen Wieder­hol­un­gen hält man sich bess­er raus. Via openPR.de

MP3-Geburtstag

MP3, das Musik­for­mat der Jahrtausendwende wird heute 10 Jahre alt. Anstatt mich selb­st zu diesem Geburt­stag in Lobeshym­nen zu erge­hen, greife ich ganz faul auf bere­its Geschriebenes zurück und ver­weise auf den Text von Ste­fan Schmitt, heute erschienen bei der ZEIT mit dem schö­nen Titel Geschenk aus Erlan­gen. Her­zlichen Glückwunsch!

Home Sweet Home

Kaum meldet man sich zurück aus dem fer­nen und son­ni­gen Schot­t­land wird man mit diversen Zustän­den kon­fron­tiert. Als da wären die Nominierung meines Blogs für das Preis­bloggen der Zeit in der Sparte Kul­tur (klas­sis­ch­er Fall von erst mit­meck­ern und sich dann doch still ins Fäustchen freuen), das schwül-warme Wet­ter oder Diskus­sio­nen um Spiel­bergs neues Meis­ter­w­erk »Krieg der Wel­ten«. Dafür gibt es mor­gen einige schicke Bilder (so hoffe ich), so manchen Reise­bericht und Tips für den unentschlosse­nen Schot­t­­land-Urlauber sowie diverse lohnenswerte Links. Bis dahin erst ein­mal die her­zlich­sten Glück­wün­sche an das Bild-Blog für den gewonnenen Grimme Online Award und das Fraun­hofer Insti­tut für Inte­gri­erte Schal­tun­gen (Erfind­er des MP3-For­­mats), das heute mit dem Fraun­hofer-Insti­­tut für Inte­gri­erte Sys­teme und Bauele­mentetech­nolo­gie seinen 20. Geburt­stag feiert.

Where is the Wikitorial?

Das Wik­i­to­r­i­al der LA Times ist gescheit­ert, vor­erst zumin­d­est. Das Vorzeige­pro­jekt, ein — im Zuge der Öff­nung der Print­me­di­en — von den Lesern zu gestal­tendes Edi­to­r­i­al (Leitar­tikel), hat nicht so funk­tion­iert, wie von den Mach­ern gewün­scht. Nun heißt es bei der Times: Ganz aus­gereift schien die Idee diese Blog-Edi­­to­ri­als ohne­hin nicht zu sein. Reg­istri­eren mussten sich die Leser schon, anonym kon­nten sie jedoch immer bleiben. Jed­er über 13 Jahren durfte mit­machen, möglich war aber nur die Über­ar­beitung eines pro­fes­sionellen, vorgegebe­nen Edi­to­ri­als. Inzwis­chen hat die Times auch eine offizielle Erk­lärung zur Beendi­gung des Exper­i­ments abgegeben, in der es unter anderem heißt: Schuld an der Beendi­gung des Exper­i­ments waren also die Leser, beziehungsweise einige unbelehrbare Inter­net-Anar­­chos. Eine Rück­kehr scheint daher auch nur unter streng­ster Bewachung und Kon­trolle möglich. Selb­streg­ulierung adé. Vielle­icht soll­ten Zeitun­gen doch lieber beim guten alten Leser­brief bleiben. Via Heise