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Das Gegenteil …

… von gut ist gut gemeint. Nach­dem Sich Gero von Randow, ein­er der Ver­ant­wortlichen für das Preis­bloggen der Zeit, schon am 13. Juni mit den Worten »So richtig rel­e­vant und ansprechend und humor­voll und anre­gend zugle­ich — eigentlich keines« über die ein­gere­icht­en Blogs geäußert hat­te, ist die ganze Ver­anstal­tung ein wenig in Miskred­it ger­at­en. Kom­mentare wie »Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Den Wet­tbe­werb absagen« (Mar­tin Röll) oder »Ich werde sofort darum bit­ten, mein Blog aus der Liste rauszunehmen (hätte ja eh nichts gewon­nen, irrel­e­vant wie ich nun mal bin)« (Lila, inzwis­chen offline) machen das mehr als deut­lich. Und nun sind es nur noch zwei Tage, dann wer­den keine neuen Vorschläge mehr angenom­men. Herr Randow, der Aus­lös­er des ganzen Gemurk­ses, hat sich dazu bis jet­zt noch nicht wieder zu Wort gemeldet. Und auch sein »ver­spieltes und selb­stver­liebtes« (Zitat) Blog Megawatt ist seit heute dicht. Mit den Worten »Megawatts kleine Welt ist durchmessen. Das Weblog endet hier« schließt es seine Türen. Jet­zt wird man abwarten müssen, welche Entschei­dun­gen die Jury ab Mittwoch trifft. So richtig freuen …

Rezepte aus China

Das Inter­net ist die Frei­heit per se — alles für jeden von jedem. Das gilt aber auch nur, wenn man nicht ger­ade in Chi­na lebt, wo die Regierung derzeit alle Inter­net­seit­en mit ein­er Reg­istrierungspflicht ver­sieht. Wie Heise meldet, will das chi­ne­sis­che Min­is­teri­um für die Infor­ma­tion­sin­dus­trie mit dieser Maß­nahme Betrugsver­suche und »unge­sunde« Aktiv­itäten eindäm­men. Ob sich der Pas­sus der »unge­sun­den« Aktiv­itäten nun auf die Ange­bote exper­i­men­tier­freudi­ger Hob­byköche oder sub­ver­siv­er Regimekri­tik­er bezieht, war bish­er nicht in Erfahrung zu brin­gen. Bürg­er­rechtler kri­tisieren seit langem Mit­tel wie Zen­sur, die Schließung von Inter­net­cafés oder die Drangsalierung von Dis­si­den­ten. Schauen wir also schnell noch ein­mal auf unseren chi­ne­sis­chen Lieblings­seit­en vor­bei, bald schon kön­nten sie nicht mehr existieren — oder eben staatlich sank­tion­iert sein, was im Zweifel noch nicht ein­mal die bessere Lösung wäre.

Geschwisterliebe

Da ver­tra­gen sich wohl zwei nicht son­der­lich gut. Netscape 8 und Microsofts Inter­net Explor­er haben ein Prob­lem, und zwar mit der »gemein­sam« genutzten Ren­der­ing-Eng­in­ge. Netscapes Net­zguck­er legt näm­lich bei der Instal­la­tion einen Reg­istry-Schlüs­sel an, der beim IE die Betra­ch­tung von XML-Seit­en lahm­legt. Kein Wun­der, dass der IE das nicht lustig find­et und die bei­den sich ein wenig kabbeln. Zurzeit scheint die einzige Abhil­fe die Dein­stal­la­tion von Netscape und die manuelle Ent­fer­nung des Schlüs­sels zu sein. Aber es gibt auch noch eine sim­plere Lösung …

In des Papstes Gemächern

Wer wollte nicht schon ein­mal wohnen wie der Papst? Nun gut, es ist seine Woh­nung aus Bon­ner Zeit­en, die derzeit bei eBay (inzwis­chen offline) ange­boten wird, da war er noch nicht das Ober­haupt der Katholis­chen Kirche son­dern lediglich Uni­ver­sitäts-Pro­fes­­sor. Da wird es wohl ähn­lich sein wie mit seinem Golf. Die Aura genügt — und ein geseg­netes Spiegelei zum Früh­stück tut’s schließlich auch … Und im Unter­schied zu Benedik­ts fahrbarem Unter­satz kann die Immo­bilie in der Bon­ner Wurz­er­straße auch nicht ersteigert, son­dern nur per Ange­bot, beziehungsweise Ver­hand­lung direkt mit dem Anbi­eter erwor­ben wer­den. So bleiben wenig­stens die lästi­gen Spaß­bi­eter außen vor, die schon die let­zte Auk­tion so unschön ver­mi­est haben… Schade eigentlich, gerne hätte man doch gewusst, was ein so schmuck­es Häuschen mit Schutz von ganz oben Wert sein kön­nte. Vielle­icht hat ja in ihrem Garten der näch­ste Papst schon ein­mal seine Würstchen auf dem Grill gehabt …?