Wort & Tat
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50 zu 37 für das Böse

Vor knapp drei Monat­en habe ich einen Artikel zum nofol­low-Attrib­ut geschrieben, der sich seit­dem zu einem der meist­ge­le­se­nen dieses Blogs entwick­elt hat. Doch das Attrib­ut hat promi­nente Unter­stützer und dass der Kampf dage­gen kein­er der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir dur­chaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attrib­ut genutzt wer­den sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog:

We encour­age you to use the rel=«nofollow» attribute any­where that users can add links by them­selves, includ­ing with­in com­ments, track­backs, and refer­rer lists. Com­ment areas receive the most atten­tion, but secur­ing every loca­tion where some­one can add a link is the way to keep spam­mers at bay.

Da darf man sich nicht wun­dern, dass nofol­low immer noch durch einen Großteil der Blo­gosphäre geis­tert. Ich habe mir ein­fach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 pop­ulärsten Blogs zu durch­suchen und eine Sta­tis­tik aufzustellen. Das Ergeb­nis ist zwar bess­er, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd:

Blogs mit nofol­low: 50
Blogs ohne nofol­low: 37

Die übri­gen 13 Blogs lassen entwed­er gar keine Kom­mentare zu, ver­linken sie prinzip­iell nicht oder lassen sich aus anderen Grün­den nicht in ein­er solchen Sta­tis­tik führen. Obwohl sich inzwis­chen vielerorts die Ansicht durchge­set­zt hat, dass sich ins eigene Fleisch schnei­det, wer nicht ver­linkt, ist hier offen­sichtlich noch eine Menge Aufk­lärungsar­beit zu leisten.

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Hello – my name is Florian. I'm a runner and blazing trails for Spot the Dot — an NGO to raise awareness of melanoma and other types of skin cancer. Beyond that, I get lost in the small things that make life beautiful: the diversity of specialty coffee, the stubborn silence of bike rides, and the flashes of creativity in fashion and design. Professionally, I’m an organizational psychologist and communication practitioner, working where people, culture, and language shape how change actually lands. When I’m not doing that, you’ll find me behind the bar at Benson Coffee in Cologne — quality-driven, proudly nerdy.

4 Comments

  1. Moin Flo­ri­an,

    Ich hat­te meine Kom­mentare eine ganze Zeit auf ‹Fol­low›. Das Ergeb­nis waren mehr Kommtare, allerd­ings mehr von den typ­is­chen 3‑Wörter-Kom­mentaren, die qual­i­ta­tiv nichts zum Beitrag beige­tra­gen haben. 

    Ich habe dann auf ‹no-fol­low› umgestellt und die Kom­mentare sind weniger gewor­den, wie ich auch angenom­men habe. Ich würde gern die »qual­i­ta­tiv­en« Kom­mentare auf ‹fol­low› set­zen … aber wer entschei­det hier wieder über die Qual­ität … sehr schwierig.

    Ich werde dem­nächst etwas neues aus­pro­bieren, denn mit ‹no-fol­low› bin ich auch über­haupt nicht zufrieden …

    Allerd­ings sollte man Kom­mentare auch nicht nur schreiben, wegen eines Back­links. Ich werde da auch weit­er­hin aus­pro­bieren, ob ich eine bessere Lösung finde. 

    Golem set­zt derzeit alle Track­backs auf no-fol­low, wenn diese auch no-fol­low sind. Bekom­men sie einen fol­low-Track­back, dann geben sie ein fol­low zurück. Kon­se­quent wie ich finde und auch eine Art Lösung. Danke für den Beitrag.

  2. Da hast Du Recht, Kom­mentare soll­ten mehr sein als der Ver­such, Back­links zu sam­meln. Aber es gibt eben auch 3‑Wörter-Kom­mentare, die genau das nicht sind. Auch ein «Toller Beitrag. Danke.» kann ja ernst gemeint sein. Grund­sät­zlich halte ich es so, dass ich den jew­eils ersten Kom­men­tar eines Lesers von Hand freigeben muss, die fol­gen­den gehen dann so durch. Denn wer ein­mal sin­nvoll kom­men­tiert, wird das ver­mut­lich auch in Zukun­ft tun.

    Schick wäre eigentlich ein Plu­g­in, bei dem man zwis­chen ein­er Freiga­be mit nofol­low und ein­er ohne wählen kann. Dann kön­nte man die Gren­ze selb­st ziehen. Vielle­icht find­et sich da draußen ja ein find­i­ger Pro­gram­mier­er, der sowas mal bastelt.

  3. Ich bin auf soet­was schon mal gestoßen glaube ich … »nofol­low case by case« heißt es glaube ich. Aber das fand ich auch nicht so schön, da kann ich das näm­lich gle­ich von Hand edi­tieren :-) Ich bleibe der The­matik auf der Spur und melde mich hier ein­fach wieder, wenn ich etwas passendes gefun­den habe.

    Das mit den ersten Kom­mentaren bei Lesern mache ich auch so. Und Kom­mentare die Links enthal­ten, die sick­ern bei mir auch nicht durch … SPAM ist dazu lei­der zu ver­bre­it­et. Am besten wäre es doch, wenn man nur qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Kom­mentare hätte … aber das ist utopisch :-)

  4. Das Plu­g­in werd ich mir trotz­dem mal anschauen. Und bis dahin müssen wir ein­fach durch qual­i­ta­tiv hochw­er­tiges Vorkom­men­tieren ein gutes Beispiel abgeben. ;-)

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