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»The Snow Grouse«

«The Famous Grouse», hergestellt in der Glen­tur­ret Des­tillery im schot­tis­chen Crieff, ist nicht umson­st ein­er der beliebtesten und meistverkauften Blend­ed Malts Schot­t­lands. Dieser Whisky schmeckt über­durch­schnit­tlich gut (was unter anderem daran liegt, dass er mit High­land Park und Macallan ver­schnit­ten wird) und hat ein sehr ordentlich­es Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis. Seit eini­gen Jahren schon macht der Her­steller des berühmten Moorhuhns mit seinem Mar­ket­ing auf sich aufmerk­sam, unter anderem mit hüb­schen und witzi­gen Werbespots. Das aber genügte wohl auf Dauer nicht mehr und so entschloss man sich in Crieff, zwei neue Ableger auf den Markt zu schmeißen, die es bish­er inter­es­san­ter­weise nur in den Duty-Free-Läden größer­er Flughäfen und im Inter­net gibt: «The Black Grouse», ein mit Islay-Whisky ver­schnit­ten­er Blend und «The Snow Grouse», ein Blend­ed Grain Scotch. Read More

Parteiisch, theatralisch, großartig

Ric O’Bar­ry ken­nen heute wohl nur noch die wenig­sten, sein berühmter Schüt­zling aber ist ger­adezu zu einem Syn­onym für eine ganze Spezies gewor­den: Flip­per. O’Bar­ry war Tier­train­er für die Haupt­darsteller dieser Serie (1964–1967) und somit ein­er der Aus­lös­er des Delfin-Booms, der auch zu Freizeit­parks wie Sea World geführt hat — heute ein Mil­liar­dengeschäft. Und dieses Geschäft kostet tausende von Delfinen jährlich das Leben. Darüber hat Louie Psi­hoyos mit O’Bar­ry einen Film gedreht, der in den USA bere­its für Schlagzeilen gesorgt hat und der am 22. Oko­to­ber auch in den deutschen Kinos anläuft: «The Cove». Er erzählt vom großen Delfin-Schlacht­en in der japanis­chen Stadt Tai­ji, in der jedes Jahr ab Sep­tem­ber inner­halb weniger Wochen 23.000 dieser Tiere getötet wer­den. Er erzählt von Ver­braucher­be­trug und poli­tis­chen Lügen, vom Geschäft mit der Natur und der Fasz­i­na­tion der Delfine. Ein Werk, das den Namen Doku­men­tarfilm eigentlich nicht ver­di­ent, und das ist ein Kom­pli­ment. Der Film ist abso­lut partei­isch, dra­matur­gisch per­fekt insze­niert, the­atralisch und ein­fach großar­tig. Ein Thriller, der seines Gle­ichen sucht, der einem die Trä­nen in die Augen treibt und die Wut in den Bauch.

Mehr Infor­ma­tio­nen unter takepart.com/thecove.

Ein kleiner Blick auf die Ewigkeit

Dieses Video wurde mit Hil­fe von Auf­nah­men erstellt, die das Hub­ble-Teleskop mit ein­er Belich­tungszeit von 11,3 Tagen vom «Ultra Deep Field» aufgenom­men hat. Immer, wenn ich der­art atem­ber­aubende Bilder des Wel­traums sehe, füh­le ich mich beängsti­gend klein. Irgend­wie aber auch schönes Gefühl. Wie ein klein­er Blick auf die Ewigkeit.

So sieht guter Service aus

Es gibt nicht viele Fir­men, die mich mit ihrem Ser­vice bis jet­zt wirk­lich begeis­tern kon­nten, ins­beson­dere mit Call­cen­tern ste­he ich eher auf dem Kriegs­fuß. Und man liest ja auch son­st wenig Gutes. Doch manch­mal gibt es auch da pos­i­tive Über­raschun­gen, so etwa heute mit einem Anruf beim Kun­denser­vice von Bur­da. Vor einem Jahr hat­te ich dort ein Geschenk­abo von «Meine Fam­i­lie & Ich» bestellt, das ich heute kündi­gen wollte. Lei­der ohne eine Kun­den­num­mer oder etwas ähn­lich­es zur Hand zu haben, also musste ich es auf gut Glück ver­suchen. Nach ein­er kurzen Ban­danasage hat­te ich eine junge Dame an der Strippe, der ich mein Prob­lem schilderte. Ihre Antwort? «Das ist gar kein Prob­lem, Herr Blaschke, ich hab hier schon alles auf dem Schirm, die Kündi­gung habe ich aufgenom­men, die Bestä­ti­gung bekom­men sie dann per Post.»

Ich war wohl tat­säch­lich zu baff, um zu fra­gen, wie sie das gemacht hat. Wahrschein­lich ist die Antwort ganz ein­fach, wahrschein­lich anhand mein­er Tele­fon­num­mer. Den­noch: So sieht guter Ser­vice für mich aus. Da kon­nte ich es auch verkraften, dass sie mir am Ende doch noch ein biss­chen was verkaufen wollte. Doch auch hier pos­i­tiv: Ein kurzes Nein von mir, ein kurzes Danke von ihr und dann gin­gen wir wieder auseinan­der. Sog­ar mein Kaf­fee war noch warm.

Ich ging in die Wälder

Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl über­legt leben. Inten­siv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich auf­saugen. Um alles auszurot­ten, was nicht Leben war, damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.

Hen­ry David Thoreau

Soll heißen: Urlaub, Som­mer­pause und vor allem: drei Wochen Offline. Ich werde Zeit haben für Gedanken, darüber, wie ich das kün­ftig hal­ten will mit dem Bloggen, dem Twit­tern, dem Inter­net, worüber es sich lohnt, eine Mei­n­ung zu haben und wann es sich lohnt, sie auszu­plap­pern. Ich werde einen Film drehen und anfan­gen, einen Roman zu schreiben. Ich werde einen Artikel für einen guten Zweck ver­fassen und ein Buch lesen, bei dem ich Trä­nen in den Augen hat­te, als ich es bekam. Ich werde angeln, grillen, schwim­men, Beeren sam­meln, Elche suchen, jeden Abend Son­nenun­tergänge bestaunen, Boot fahren, Piroggen essen, in die Sauna gehen, Bier auf dem Steg trinken, mit der Sonne auf­ste­hen und mit ihr ins Bett gehen. Ich werde mich nicht darum scheren, was irgend­wo auf dieser Welt passiert, dafür aber umso mehr um mich. Es wird Momente geben, in denen ich dankbar bin, nichts zu hören, außer der Stille, dafür aber inten­siv­er zu riechen, zu sehen, zu schmeck­en, zu fühlen. Es wird ein­sam sein, ich aber nicht alleine. Dafür gehe ich in die Wälder.