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Justin Bieber, die Bild und ich

Als ich das erste Mal von Klout hörte, war ich begeistert. Endlich würde mir mal jemand sagen, was das alles wert sei, dachte ich. Jemand, der mir klar macht, was mir Facebook, Twitter & Co. wirklich bringen — schwarz auf weiß in einer eindeutigen Zahl: dem Klout-Wert. Und dann musste ich mich noch nicht einmal anmelden für diesen großartigen Dienst. Klout kannte mich schon, hatte mich schon eine zeitlang beobachtet und längst begonnen, mich zu bewerten. Eine 35 stand da in meinem Profil, und ich wurde ehrgeizig. Bis 100 reicht das Klout-O-Meter.

Ich weiß, was ich letzten Sommer getan habe

Am 8. Juli 2010 etwa, dem Tag nach der so bitteren 0:1-Niederlage gegen Spanien, habe ich etwas über Autofähnchen mit Halbmastfunktion getwittert. Auf Facebook war an diesem Tag Funkstille, genauso wie am Tag davor und am Tag danach. Sauber aufgefädelt wie an einer Schnur liegen sie vor mir, meine Tweets, Posts und Fotos — »Memolane«, nach Angaben der Macher (die übrigens in Kopenhagen sitzen gegründet wurden und in San Francisco sitzen) eine »time machine for the web«, hat heute wieder einige seiner Beta-Invites verschickt. Und nach dem ersten Blick bleibt mir nicht viel als Begeisterung, wenn auch mit einem Schuss Zurückhaltung. Das Konzept könnte aufgehen, dabei ist es eigentlich recht simpel.