Leben
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Möge der Saft mit Euch sein (4)

Ich glaube so langsam, mit dem Pflanzen­großziehen ist es wie mit Kindern. Bei­de haben ihre Krankheit­en, Eige­narten und Wün­sche, bis auf das Schreien und die Windeln sehe ich noch keinen großen Unter­schied. Man guckt ihnen manch­mal eben­so ungläu­big beim ras­an­ten Wach­sen zu, macht sich Sor­gen, über­legt sich Strate­gien, küm­mert sich und rödelt, kippt Wass­er nach und wartet.

Doch das Warten lohnt. Zwar waren da zuerst diese fiesen, kleinen, weißen Fliegen, doch einen echt­en Geg­n­er kon­nte man das nicht nen­nen. Ein­fach ein biss­chen Spülmit­tel (am besten Bio) in eine Sprüh­flasche, mit Wass­er auf­füllen und die Pflanzen einige Tage lang damit besprühen — schon nehmen die Viech­er reißaus. Und schließlich die Dünger­frage. Wie gut, wenn es Gärt­ner­in­nen in der Fam­i­lie gibt, die empfehlen einem dann schon­mal Humofix (ein Pul­ver aus 5 Heilkräutern, Eichen­rinde, Milchzuck­er und Honig, das in homöopathis­ch­er Dosis verabre­icht wird), von Non­nen mit Bei­s­tand von Oben hergestellt und ein­fach anzuwen­den. Und siehe da: Keine zwei Tage nach der ersten Dosis dieses geseg­neten Düngers ging bei Hun­gar­i­an Hot Wax die erste Blüte auf. Schon wieder staunen.

Als näch­stes nun bekom­men zumin­d­est die Chilipflanzen, die sich zu mehreren einen Topf teilen, größere Pötte. Auch das ist wie bei Kindern. Irgend­wann wach­sen die auch aus den kleinen Bet­ten raus und bekom­men eigene Zim­mer. Demon Red, der immer noch klein, aber inzwis­chen satt-dunkel­grün in seinem Töpfchen ste­ht, wird wohl noch für einige Zeit genug Platz haben. Dann wird auch er umge­topft. Irgend­wie merkt man ja als Vater Gärt­ner, wenn die Kleinen was brauchen. Bauchgefühl.

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