Wort & Tat
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50 zu 37 für das Böse

Vor knapp drei Monat­en habe ich einen Artikel zum nofol­low-Attrib­ut geschrieben, der sich seit­dem zu einem der meist­ge­le­se­nen dieses Blogs entwick­elt hat. Doch das Attrib­ut hat promi­nente Unter­stützer und dass der Kampf dage­gen kein­er der Sorte «Quick & Dirty» ist, war mir dur­chaus klar. Auf die Frage, für welche Links das Attrib­ut genutzt wer­den sollte, antwortet etwa das offizielle Google-Blog:

We encour­age you to use the rel=«nofollow» attribute any­where that users can add links by them­selves, includ­ing with­in com­ments, track­backs, and refer­rer lists. Com­ment areas receive the most atten­tion, but secur­ing every loca­tion where some­one can add a link is the way to keep spam­mers at bay.

Da darf man sich nicht wun­dern, dass nofol­low immer noch durch einen Großteil der Blo­gosphäre geis­tert. Ich habe mir ein­fach mal die Mühe gemacht, die laut Blogcharts 100 pop­ulärsten Blogs zu durch­suchen und eine Sta­tis­tik aufzustellen. Das Ergeb­nis ist zwar bess­er, als ich dachte, aber immer noch ernüchternd:

Blogs mit nofol­low: 50
Blogs ohne nofol­low: 37

Die übri­gen 13 Blogs lassen entwed­er gar keine Kom­mentare zu, ver­linken sie prinzip­iell nicht oder lassen sich aus anderen Grün­den nicht in ein­er solchen Sta­tis­tik führen. Obwohl sich inzwis­chen vielerorts die Ansicht durchge­set­zt hat, dass sich ins eigene Fleisch schnei­det, wer nicht ver­linkt, ist hier offen­sichtlich noch eine Menge Aufk­lärungsar­beit zu leisten.

4 Comments

  1. Moin Flo­ri­an,

    Ich hat­te meine Kom­mentare eine ganze Zeit auf ‹Fol­low›. Das Ergeb­nis waren mehr Kommtare, allerd­ings mehr von den typ­is­chen 3‑Wörter-Kom­mentaren, die qual­i­ta­tiv nichts zum Beitrag beige­tra­gen haben. 

    Ich habe dann auf ‹no-fol­low› umgestellt und die Kom­mentare sind weniger gewor­den, wie ich auch angenom­men habe. Ich würde gern die »qual­i­ta­tiv­en« Kom­mentare auf ‹fol­low› set­zen … aber wer entschei­det hier wieder über die Qual­ität … sehr schwierig.

    Ich werde dem­nächst etwas neues aus­pro­bieren, denn mit ‹no-fol­low› bin ich auch über­haupt nicht zufrieden …

    Allerd­ings sollte man Kom­mentare auch nicht nur schreiben, wegen eines Back­links. Ich werde da auch weit­er­hin aus­pro­bieren, ob ich eine bessere Lösung finde. 

    Golem set­zt derzeit alle Track­backs auf no-fol­low, wenn diese auch no-fol­low sind. Bekom­men sie einen fol­low-Track­back, dann geben sie ein fol­low zurück. Kon­se­quent wie ich finde und auch eine Art Lösung. Danke für den Beitrag.

  2. Da hast Du Recht, Kom­mentare soll­ten mehr sein als der Ver­such, Back­links zu sam­meln. Aber es gibt eben auch 3‑Wörter-Kom­mentare, die genau das nicht sind. Auch ein «Toller Beitrag. Danke.» kann ja ernst gemeint sein. Grund­sät­zlich halte ich es so, dass ich den jew­eils ersten Kom­men­tar eines Lesers von Hand freigeben muss, die fol­gen­den gehen dann so durch. Denn wer ein­mal sin­nvoll kom­men­tiert, wird das ver­mut­lich auch in Zukun­ft tun.

    Schick wäre eigentlich ein Plu­g­in, bei dem man zwis­chen ein­er Freiga­be mit nofol­low und ein­er ohne wählen kann. Dann kön­nte man die Gren­ze selb­st ziehen. Vielle­icht find­et sich da draußen ja ein find­i­ger Pro­gram­mier­er, der sowas mal bastelt.

  3. Ich bin auf soet­was schon mal gestoßen glaube ich … »nofol­low case by case« heißt es glaube ich. Aber das fand ich auch nicht so schön, da kann ich das näm­lich gle­ich von Hand edi­tieren :-) Ich bleibe der The­matik auf der Spur und melde mich hier ein­fach wieder, wenn ich etwas passendes gefun­den habe.

    Das mit den ersten Kom­mentaren bei Lesern mache ich auch so. Und Kom­mentare die Links enthal­ten, die sick­ern bei mir auch nicht durch … SPAM ist dazu lei­der zu ver­bre­it­et. Am besten wäre es doch, wenn man nur qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Kom­mentare hätte … aber das ist utopisch :-)

  4. Das Plu­g­in werd ich mir trotz­dem mal anschauen. Und bis dahin müssen wir ein­fach durch qual­i­ta­tiv hochw­er­tiges Vorkom­men­tieren ein gutes Beispiel abgeben. ;-)

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